Bernstein verkaufen – so geht es!

Drastisch eingebrochene Preise auf dem globalen Bernsteinmarkt sorgen in den letzten Jahren für Schlagzeilen und hüllen Besitzer in Unsicherheit: Lohnt sich die Veräußerung meiner Sammlung? Und falls ja, auf welchem Wege realisiere ich den maximalen Erlös? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Bernsteinverkauf und geben wertvolle Tipps für größtmöglichen Erfolg.
Inhaltsübersicht

Welcher Bernstein lässt sich verkaufen?

Zu Beginn der 2010er-Jahre erlebten die internationalen Bernsteinpreise einen Höhenflug: Befeuert von der chinesischen Nachfrage rund um die spirituelle Bedeutung des fossilen Harzes, überholten die Preise edler Schmuck-, Deko- und Anlage-Bernsteine sogar den Goldwert.

Von 40 bis 60 Euro pro Gramm sprach man damals. Obwohl der Hype im Jahr 2023 verflogen ist und schöner Bernsteinschmuck durchschnittlich zwischen einem und zehn Euro pro Gramm erzielt, sind die Rekordpreise kein vollständiges Relikt der Vergangenheit: Seltene Farben wie beispielsweise eine Blaufärbung aus der Dominikanischen Republik, fossile Einschlüsse von Vogelfedern bis Spinnen sowie ein schweres Gewicht, eine natürliche Beschaffenheit und eine hohe Transparenz können auch heutzutage noch einen beträchtlichen Bernstein-Wert begründen.

Kurzum:

Ausschließlich besondere Exemplare lassen sich in der aktuellen Marktlage profitabel verkaufen, den Rest sollten Sie lieber bis zum erneuten Anstieg der Preise aufbewahren. Der Zeitpunkt dieses Aufschwungs ist nicht prognostizierbar.

Was lässt sich besser verkaufen – Sammlungen oder einzelne Bernsteine?

Egal ob Kronleuchter, Schachbretter, Uhren oder Halsketten: Wie kein anderer Edelstein wird Bernstein in großzügigen Mengen zu Schmuck- und Dekorationsobjekten verarbeitet. Diese Gegenstände sind von Natur aus „Bernstein-Sammlungen“ und lassen sich aufgrund ihrer handwerklichen Komplexität und Schönheit oftmals profitabler im Vergleich zu losen Einzelsteinen verkaufen. Eine andere Form der „Sammlung“ sind kiloweise vertriebene Säcke belangloser Exemplare, die weder Seltenheit noch künstlerische Aspekte besitzen und somit preisgünstig sind.

Einzelverkäufe ergeben Sinn, sobald sich Ihr Bernstein als außergewöhnliche Rarität entpuppt. Das Paradebeispiel sind Einschlüsse (Inklusen) wie beispielsweise fossile Larven oder Skorpione, die selbst kleine Bernsteine in wertvolle Unikate verwandeln. Am anderen Ende des Spektrums stehen gepresste, synthetische Steine, deren niedriger Wert Sammlungsverkäufe zur einzigen Option macht.

Zu welchem Preis lässt sich Bernstein verkaufen?

Der Rückgang internationaler Bernsteinpreise nimmt keinen Einfluss auf die Zahlungsbereitschaft begeisterter Enthusiasten, die in Online-Auktionshäusern wie Catawiki oder eBay wöchentlich Rekordsummen auf den Tisch legen: Allein im Januar 2023 wurden neben einer 328 Gramm schweren Halskette aus Butterscotch-Bernstein für 7.500 Euro mehrere Prestige-Objekte der Staatlichen Bernsteinmanufaktur Königsberg oberhalb der 2.000-Euro-Grenze versteigert – darunter Schatullen, Silberbecher und Autofiguren.

Große Rohbernsteine, die mehrere hundert Gramm auf die Waage bringen, liegen ebenfalls im Trend und erzielen typischerweise vierstellige Auktionspreise. Das Universum der Schmuckstücke wird von Halsketten angeführt: Insbesondere der trübe, karamellfarbene Butterscotch-Bernstein gewährt Ihnen bei guter Verarbeitung und jenseits der 50 Gramm (Gesamtgewicht der Kette) gute Chancen auf 500 bis 1.000 Euro Erlös.

Zudem beobachten wir eine steigende Beliebtheit großer Bernstein-Dekorationsgegenstände; Kronleuchter, Standuhren und Co. überraschen Verkäufer regelmäßig mit vierstelligen Preisen.

Wo kann ich am besten Bernstein verkaufen?

Viele Bernstein-Besitzer unterschätzen, wie stark das finanzielle Potenzial des Edelsteins (neben seinen physischen Eigenschaften) von der Wahl des Verkaufskanals abhängt. Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob Ihre Priorität auf einem Maximum an Sicherheit und Bequemlichkeit liegt oder maximaler Ertrag im Vordergrund steht. Folgende Verkaufswege kommen infrage:

1.) Außerhalb des Internets

Viele Bernsteinkäufer schrecken aufgrund der hohen Anzahl professioneller Fälschungen vor Online-Geschäften zurück und präferieren den lokalen Juwelier oder Geschenkeladen. Mit diesen Händlern zwecks eines Ankaufs in Kontakt zu treten, ist für Sie als Besitzer eine valide Option: Liegt nach einer detaillierten Begutachtung Kaufinteresse vor, wird Ihnen der Händler ein Angebot unterbreiten und typischerweise direkt in bar bezahlen.

Das ist zwar sicher und bequem, bringt Ihnen aufgrund der Händlermarge jedoch nicht den vollen Marktpreis. Letzteren können Sie theoretisch auf dem Flohmarkt erreichen, sollten dort jedoch maximal durchschnittlich wertvollen Bernstein veräußern. Teure Raritäten werden auf dem Trödelmarkt mit niedriger Wahrscheinlichkeit eine angemessene Wertschätzung erfahren.

2.) Online-Verkauf

Gute Möglichkeiten zum Preisvergleich bieten Online-Ankäufer wie Marcel Querl (bernsteinmobil.de) oder Tozman & Lenz, die zudem mit einem bequemen Ablauf punkten: Sie reichen Fotos Ihres Bernsteins ein, erhalten eine erste Preisschätzung und können die Steine anschließend einsenden.

Der Nachteil liegt, wie beim örtlichen Juwelier, in teils gravierenden Margen und dem Risiko, von unseriösen Händlern abgezockt zu werden. Prüfen Sie unbedingt die Vertrauenswürdigkeit des Ankäufers und vergleichen Sie unterschiedliche Ankaufsangebote.

Ebay eignet sich aufgrund seiner enormen Bekanntheit ebenfalls, um Bernstein und andere Edelsteine zu verkaufen, aber Vorsicht: Das Auktionshaus bietet Ihnen keinerlei Unterstützung in puncto Wertermittlung, ist für Risiken während der Transaktion bekannt und eignet sich somit weniger für wertvolle Bernstein-Verkäufe.

3.) Unser Gesamtsieger: Catawiki.com

Andere Voraussetzungen herrschen auf Catawiki: Unser bevorzugtes Online-Auktionshaus für hochpreisigen Bernstein-Handel bietet Käufern mit der professionellen, für Sie als Verkäufer kostenlosen Wertbestimmung durch einen Catawiki-Edelsteinprofi ein Maximum an Sicherheit, welche durch Treuhandkonten während des Bezahlvorgangs erhöht wird.

Hinzu kommt die Kategorisierung Ihres Bernsteins in eine spezielle Schmuck-, Edelstein- oder explizite Bernstein-Auktion, um die richtige Zielgruppe aus über 10 Millionen monatlichen Catawiki-Besuchern direkt anzusprechen.

In Summe führen diese Schritte zu überdurchschnittlichen Auktionspreisen, die zusammen mit niedrigen (ausschließlich nach erfolgreicher Versteigerung berechneten) Gebühren den bestmöglichen Profit für Bernstein-Verkäufer ergeben. Die Registrierung als Verkäufer ist simpel, kostenfrei und mit keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl versteigerter Objekte verknüpft.

Was ist beim Verkauf zu beachten?

Kein Verkauf ohne vorherige Wertbestimmung! Wie oben erwähnt, ist der Bernsteinmarkt im Vergleich zu anderen Edelsteinen von einem überdurchschnittlichen Fälschungs-Anteil übersät. Nahezu wertloser Press-Bernstein, künstlich verfärbte Exemplare und andere Tiefpunkte verstärken das Vertrauensproblem auf Käuferseite. Recherchieren Sie Ihren Bernstein gründlich und investieren Sie bei größeren Sammlungen in einen professionellen Gutachter, um die Verkaufschancen zu maximieren.

Für letzteres Ziel ist ein überzeugender Auftritt essenziell: Hochwertige, kontrastreiche Nahaufnahmen Ihres Bernsteins plus Informationen zur Größe (nutzen Sie Referenzobjekte wie beispielsweise ein Euro-Stück) und dem Gewicht sind optimal. Verfassen Sie einen schönen Produkttext mit der Geschichte zum Bernstein-Objekt, erklären Sie, warum es einzigartig ist und nutzen Sie positiv emotionale Sprache.

Sie besitzen eine Bernstein-Sammlung und haben einen sofortigen Verkauf nicht nötig? Dann empfehlen wir Ihnen, ausschließlich die vielversprechendsten Raritäten zu veräußern und mit dem Rest zu warten, bis der Bernsteinmarkt wieder höhere Durchschnittspreise hergibt. Zur Verfolgung des Preisniveaus empfiehlt sich der Index „Amber Stock 442“ von leamber.com.

Fehler beim Verkauf vermeiden

Mangelndes Fachwissen beim eigenständigen Bernstein-Verkauf ist der häufigste Grund für Auktions-Enttäuschungen: Recherchieren Sie auf dem Marktplatz Ihrer Wahl im Voraus die Versteigerungspreise für Bernstein mit ähnlichen Merkmalen zum eigenen Exemplar und richten Sie das Sicherheitsnetz eines Mindestpreises ein.

Dass Falschangaben zur Beschaffenheit des Bernsteins Betrug darstellen, dürfte klar sein, doch auch Aussagen bezüglich wissenschaftlich unbelegter Heilwirkungen sollten Sie unterlassen. Entscheiden Sie sich für den Ankauf durch einen Händler oder Juwelier, ist detailliertes Fachwissen zum Bernstein zwar nicht erforderlich, aber Sie könnten in eine andere Falle tappen: Das Unterlassen eines Preisvergleichs.

Egal, wie freundlich und seriös der erste Ankäufer auftritt – veräußern Sie niemals auf der Stelle, sondern lassen Sie Ihren Bernstein unverbindlich bewerten und vergleichen Sie den Betrag mit den Angeboten anderer Ankäufer. Unsere Erfahrung hat gezeigt: Die Differenzen sind oftmals erschreckend hoch.

Wie lässt sich der Verkaufswert steigern?

Ihre Optionen, den Bernstein-Wert in die Höhe zu treiben, sind beschränkt und eher passiver Natur. Tipp Nummer eins: Richten Sie Ihren Blick auf die Marktlage, um den Verkauf bis zum nächsten Preisanstieg hinauszuzögern. Zweitens sind eine schonende Pflege und Aufbewahrung unverzichtbar, wie unser Beitrag zur Bernstein-Wertermittlung erklärt.

Die Kurzform: Kein Kontakt mit anderen Schmuckstücken wegen Verkratzungsgefahr, keine extreme Hitze, jegliche Berührung mit chemischen Substanzen (vor allem Alkohol in Haarspray, Kosmetika etc.) vermeiden und Reinigungen ausschließlich sanft durchführen.

Wertvolle Raritäten wie beispielsweise Inklusen steigern Ihre Verkaufschancen zu hohen Preisen mithilfe eines kostenpflichtigen Zertifikats von GIA, HRD, DPL und anderen Top-Edelsteinlaboren. Nicht zuletzt übt die Wahl des Verkaufsweges beträchtlichen Einfluss auf den Maximalwert aus: Wer eigenständig verkauft und Auktionen nutzt, umgeht hohe Händlermargen und steigert seinen eigenen Gewinn.

Bei Catawiki in 3 Schritten verkaufen

Wir von SammlerDirekt besitzen umfassende Erfahrungen im Edelstein-Verkauf und haben diverse Marktplätze getestet.

Unser Fazit:

Wer Bernstein und andere Edelsteine verkaufen möchte, erzielt auf Catawiki.com die höchsten Durchschnittspreise.

Vor allem die hohen Sicherheitsstandards, professionellen Bewertungen durch hauseigene Experten und fachlich kategorisierten Auktionen heben den Anbieter von der Masse ab. Der Weg zum Verkaufserfolg auf Catawiki ist simpel:

  1. Verkäuferkonto registrieren: Im Handumdrehen melden Sie sich kostenfrei als Catawiki-Verkäufer an und können nach der Verifizierung endlos viele Lose einreichen.
  2. Inserat erstellen: Ein virtueller Assistent hilft Ihnen dabei, von hochwertigen Fotos bis präzisen Beschreibungen ein Top-Inserat aufzubauen.
  3. Kostenlos bewerten lassen und versteigern: Ab 75 Euro Schätzwert erhalten Sie von einem Catawiki-Edelsteinexperten eine kostenfreie, öffentlich für Kaufinteressenten sichtbare Bewertung. Anschließend wird Ihr Los in eine thematisch passende Auktion eingeordnet und dem internationalen Catawiki-Publikum zur Ersteigerung angeboten.

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